Sub-Hub · 1×1 der Gründung
1×1 der Businessplan-Erstellung
Wann Sie einen Businessplan wirklich brauchen und wie Sie ihn Kapitel für Kapitel so aufbauen, dass Bank, Sachkundige Stelle und Investor die grünen Haken setzen.
Auftakt · Standalone
Der Businessplan-Mythos: Warum 7 von 8 Gründern ihn gar nicht brauchen
Nur rund jeder achte Gründer in Deutschland braucht wirklich einen Businessplan. Warum die KfW-zentrierte Ratgeberlogik in die Irre führt – und wie die Reise stattdessen beginnt.
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Die Kapitel des Businessplans
In der Reihenfolge, in der Sie Ihren Businessplan sinnvoll aufbauen – von der Person hinter dem Plan bis zur Zusammenfassung. Wir ergänzen diese Reihe laufend; einzelne Kapitel folgen in Kürze.
Kapitel 01
Das 1×1 der Businessplanerstellung – Zusammenfassung und Überblick
Der Leitbeitrag zum Businessplan: Warum er zählt, wer ihn wirklich braucht, welche Kapitel er umfasst und wie Sie ihn Schritt für Schritt aufbauen.
Kapitel 02
Warum Sie als Gründerperson das wichtigste Kapitel Ihres Businessplans sind
Kein Businessplan überlebt die ersten harten Monate unverändert. Was Bank, Sachkundige Stelle und Arbeitsagentur wirklich lesen, ist das Kapitel über Sie – die Konstante hinter dem Plan.
Kapitel 03
Rechtsform und Organisation
Warum für Banken und fachkundige Stellen das Kapitel „Unternehmensform und Organisation" wichtig ist: Rechtsform, Buchhaltung, Lizenzen, Standort, Personal – und warum das Haftungsargument bei einer GmbH-Gründung nach hinten losgeht.
Kapitel 04
Geschäftsidee und Strategie
Die Geschäftsidee beschreibt das Was, die Strategie das Wie. Wie Sie Business Model Canvas, SWOT und Backcasting so einsetzen, dass daraus ein Businessplan mit rotem Faden wird – und nicht ein dekoratives Beiwerk für den Anhang.
Kapitel 05
Markt und Trend
Statistiken kopieren kann jeder. Wie Sie im Businessplan beweisen, dass Sie Ihren Markt in der Tiefe verstehen, Trends interpretieren und daraus operative Konsequenzen ziehen.
Kapitel 06
Wettbewerbsanalyse
Der gefährlichste Konkurrent ist selten die direkte Kopie, sondern das Substitut. Wie Sie im Businessplan Ersatzprodukte offen benennen und daraus Ihre größte Chance machen.
Kapitel 07
Kundennutzen und Wertangebot
„Wir sind die Besten" ist kein Wertangebot. Wie Sie Ihren Kundennutzen so herunterbrechen, dass nachvollziehbar wird, warum ein Kunde rational gar nicht anders kann, als bei Ihnen zu kaufen.
Kapitel 08
Marketing und Kundengewinnung
Marketing im Businessplan ist keine Design-Frage, sondern Mathematik. Wie Sie Zielgruppe, USP und Vertriebskanäle so herleiten, dass CAC und Konversionsrate zum Finanzplan passen.
Kapitel 09
Kalkulation im Businessplan
Warum Ihr Preis kein Zufallsprodukt sein darf: Stundensatz mit BG und Umlagen, Break-Even bei Investitionen, Mischkalkulation und realistische Auslastungsplanung – inklusive Unternehmer-Rechner zum Nachrechnen.
Kapitel 10
Standort und Wirkungskreis im Businessplan
Warum Standortanalyse, Baurecht und geografischer Wirkungskreis für Banken und Arbeitsagentur ein wichtiger Prüfpunkt Ihres Businessplans sind.
Kapitel 11
Controlling im Businessplan
Wie Sie im Businessplan glaubwürdig zeigen, dass Sie Ihr Unternehmen aktiv steuern: KPIs, Soll-Ist-Vergleich und ein vordefinierter Gegensteuerungs-Prozess.
Kapitel 12
SWOT-Analyse als strategisches Schutzschild
Wie Sie die SWOT-Analyse im Businessplan strategisch nutzen: Stärken maximieren, Schwächen kompensieren, Chancen aktivieren und Risiken mit Plan A/B/C, Versicherungen und der richtigen Rechtsform absichern.
Kapitel 13
Finanzplanung im Businessplan
Investitionsplan, Erfolgsplanung (EÜR/GuV/Bilanz) und Liquiditätsplanung sauber trennen und logisch verzahnen – der Realitätscheck jeder Finanzierungsanfrage.
Kapitel 14
Nachhaltigkeit im Businessplan
Warum ESG im Bank-Rating kein Nice-to-have mehr ist – wann ein Nachhaltigkeitskapitel Pflicht ist, wann wenige Sätze genügen.
Kapitel 15
Unternehmensleitbild und Unternehmerziele im Businessplan
Warum ein Hochglanz-Leitbild optional ist, klare Unternehmerziele aber Pflicht: Wie Sie Ihre Ziele so formulieren, dass der Banker Risiko und Skalierung seriös einschätzen kann.
Kapitel 16
Kritische Würdigung im Businessplan
Der ehrliche Kassensturz am Ende: Warum die kritische Würdigung kein Werbeprospekt ist – und welche drei Prüfsteine plus vier Kern-Versprechen wirklich zählen.
Werkzeug im Sub-Hub
Branchen-Finanzierbarkeit als Realitätscheck
Bevor Sie in „Markt und Trend" oder „Finanzplanung" tief einsteigen, lohnt ein schneller Blick auf die Branchen-Finanzierbarkeit: Wie bewerten Banken und Förderinstitute Ihre Branche derzeit? Der fivewi-Branchenindex liefert Ihnen eine erste Einordnung – nicht als Urteil, sondern als Ausgangspunkt für die eigene Argumentation in Markt- und Finanzkapitel.
Wenn Sie Ihren schriftlichen Businessplan nicht selbst erstellen wollen, übernimmt das fivewi (Partner von Startup Profi) als kostenpflichtige Leistung. Dieser Sub-Hub bleibt der kostenfreie Wissensteil.
Nach den Kapiteln
Aus Sicht des Empfängers überarbeiten
Wenn Sie alle Kapitel fertig haben, lesen Sie sie gründlich aus der Sicht des Empfängers durch. Ist das wirklich das, was Banken, Förderinstitute oder die Agentur für Arbeit interessiert – oder ist es vor allem Ihr Prozess, der zur Entwicklung eines Businessplans geführt hat? Überarbeiten Sie alles aus der Perspektive des Lesers. In der Regel schreiben Sie jetzt alle Kapitel noch einmal neu. Das geht schnell, weil Sie inzwischen genau wissen, was Sie für wen schreiben.
Die Zusammenfassung: eine Seite, die überzeugt
Wenn Sie die Überarbeitung aus Sicht des Empfängers abgeschlossen haben, schreiben Sie die Zusammenfassung. Sie darf maximal eine Seite umfassen und muss sehr einfach zu lesen sein. Darin stehen die wirklich wichtigen Informationen, die ein Banker oder eine Fachkundige Stelle benötigt:
- Wie viel Kredit oder Förderung brauchen Sie?
- Was genau haben Sie vor?
- Welche Rechtsform wählen Sie?
- Warum können Sie das?
- Wie werden Sie erfolgreich sein?
Die Zusammenfassung erklärt: Sie wissen, was Sie tun. Die Kapitel erklären: Sie haben verstanden, was Sie tun.
Die Anlagen: Beweise statt Behauptungen
Für einen vollständigen Businessplan brauchen Sie Anlagen. Fügen Sie unbedingt einen aktuellen Lebenslauf und alle Qualifikationsnachweise bei, aus denen man folgern kann, dass Sie den Job können. Denken Sie auch daran, die komplette Finanzplanung als Anlage beizufügen, wenn Sie diese nicht bereits im Text untergebracht haben. Die Agentur für Arbeit möchte die Finanzplanung in der Regel separat haben; Banken bevorzugen meist die Integration in den Businessplan.
Der Abgabe-Test
Wenn Sie das umgesetzt haben, fragen Sie sich kritisch: Würde ich in diese Unterlagen selbst echtes Geld investieren, wenn ich die Unternehmerperson nicht kennen würde? Wenn Sie das mit Ja beantworten können, sind Ihre Unterlagen abgabebereit.
Mein Klärungsbogen
Ihre offenen Punkte zu diesem Beitrag
Typische offene Fragen zu diesem Beitrag. Setzen Sie einzelne Punkte auf Ihre persönliche Aufgabenliste unter „Meins" – oder ergänzen Sie eine eigene Frage. Der Klärungsbogen ist Ihr privater Arbeitsbereich; wir greifen darauf nicht zu. Sie nutzen ihn als roten Faden beim Lesen – und nehmen ihn, wenn Sie wollen, als Agenda in ein Beratungsgespräch mit.
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