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Grundmodul

Das 1×1 der Businessplanerstellung – Zusammenfassung und Überblick

Der Leitbeitrag zum Businessplan: Warum er zählt, wer ihn wirklich braucht, welche Kapitel er umfasst und wie Sie ihn Schritt für Schritt aufbauen.

Wozu Klärungsbogen und Leseliste?

Beides ist Ihr privater Arbeitsbereich unter „Meins" – eine persönliche Aufgaben- und Merkliste, mit der Sie beim Lesen einen roten Faden behalten. Wir als Unternehmensberatung greifen darauf nicht zu.

Die Leseliste sammelt Beiträge, Module und Folgen, die Sie später lesen oder hören wollen. Der Klärungsbogen sammelt offene Fragen, die Ihnen beim Lesen einfallen – mit Quelle und Sprungmarke. Wenn Sie irgendwann ein Gespräch mit uns führen möchten, bringen Sie den Klärungsbogen als Ihre Agenda mit. Solange Sie das nicht tun, bleibt er bei Ihnen.

Wie „Meins" funktioniert

Inhalt

Ein Businessplan ist kein bürokratisches Ritual, sondern die schriftliche Prüfung Ihrer eigenen Gründungsidee. Wer ihn ernst nimmt, klärt für sich selbst die harten Fragen, bevor die Bank, die Agentur für Arbeit oder ein Investor sie stellt. Wer ihn nur als Formular abhakt, verliert Geld, Zeit und meistens auch die Finanzierung.

Ein guter Businessplan ist die Landkarte, mit der Sie den Weg vom Wunsch zum tragfähigen Unternehmen sauber durchdenken und mit dem Sie Geldgebern das Geben leicht machen.

Peter SaubertUnternehmensberater

Dieser Leitbeitrag gibt Ihnen den Überblick, wie das 1×1 der Businessplanerstellung aufgebaut ist, welche Kapitel zusammengehören und in welcher Reihenfolge Sie Ihren Plan sinnvoll entwickeln. Jedes Kapitel ist ein eigenständiger Beitrag – hier verknüpfen wir sie zu einem Bild.

1. Vorab: Brauchen Sie überhaupt einen Businessplan?

Nicht jede Gründung erfordert einen 40-Seiten-Plan. Ob und in welcher Tiefe Sie einen Businessplan brauchen, hängt von Finanzierung, Fördermitteln und Branche ab.

Bevor Sie ins Schreiben einsteigen, prüfen Sie außerdem Ihre eigene Eignung und die grundsätzlichen Erfolgsfaktoren:

2. Der rote Faden: In dieser Reihenfolge bauen Sie den Plan

Ein tragfähiger Businessplan folgt einer inneren Logik – von der Person über die Idee, den Markt und das Angebot bis zur Zahlensprache und der ehrlichen Selbstkritik am Schluss.

  1. 1

    Gründerperson

  2. 2

    Rechtsform & Organisation

  3. 3

    Geschäftsidee & Strategie

  4. 4

    Markt & Trend

  5. 5

    Wettbewerb

  6. 6

    Kundennutzen

  7. 7

    Marketing

  8. 8

    Standort & Wirkungskreis

  9. 9

    Kalkulation

  10. 10

    Controlling

  11. 11

    SWOT

  12. 12

    Finanzplanung

  13. 13

    Nachhaltigkeit

  14. 14

    Leitbild & Ziele

  15. 15

    Kritische Würdigung

Diese Reihenfolge ist kein Dogma – aber sie hat sich Beratungen bewährt, weil sich damit oft sehr gut eine Geschichte über Ihren Erfolg erzählen lässt: Erst wenn Person, Idee und Markt stehen, ergeben Kalkulation und Finanzplanung überhaupt Sinn.

3. Die Kapitel im Überblick

Fundament: Person und Struktur

Strategie: Idee, Markt, Wettbewerb, Angebot

Umsetzung: Vertrieb, Standort, Preis

Steuerung: Zahlen, Risiken, Zukunft

Abschluss: Vision und ehrlicher Kassensturz

4. Was der Businessplan leisten muss

Damit Ihr Plan sowohl bei der Bank als auch bei der fachkundigen Stelle für die Agentur für Arbeit trägt, muss er drei Dinge gleichzeitig leisten:

  • Erklären: Ein außenstehender Leser muss Ihr Geschäftsmodell in 15 Minuten verstehen können.
  • Beweisen: Jede Annahme wird durch Zahlen, Quellen oder Verträge belegt – nicht durch Wunschdenken.
  • Steuern: Nach der Gründung dient derselbe Plan als Soll-Ist-Vergleich im Controlling.

Ein Businessplan, der nur eine dieser drei Rollen erfüllt, ist ein Marketingprospekt, eine Zahlensammlung oder eine Absichtserklärung – aber kein Plan.

5. Wie wir Sie unterstützen

Wir schreiben Ihren Businessplan nicht unbedingt für Sie – Sie sind die Gründerperson, und der Plan muss Ihre Handschrift tragen, auch wenn wir ihn schreiben. Wir strukturieren ihn mit Ihnen, prüfen Ihre Kalkulation, hinterfragen Ihre Marktannahmen und stellen sicher, dass Ihre Businesspläne bei Bank und Arbeitsagentur tragen. Für Gründerinnen und Gründer aus der Arbeitslosigkeit heraus arbeiten wir dabei häufig auf Basis des AVGS.

Fazit

Das 1×1 der Businessplanerstellung ist kein Formular, sondern ein Denkprozess in 15 Kapiteln. Wer die Reihenfolge einhält und jedes Kapitel ernst nimmt, kommt am Ende mit einem Dokument heraus, das drei Adressaten überzeugt: die Bank, die Arbeitsagentur – und Sie selbst. Genau in dieser Reihenfolge.

FAQ

Häufige Fragen

Glossar

Businessplan
Ein schriftliches Dokument, das ein unternehmerisches Vorhaben detailliert beschreibt. Es dient als Entscheidungsgrundlage für Gründer und als Informationsbasis für externe Kapitalgeber wie Banken oder Investoren.
SWOT-Analyse
Ein Instrument der strategischen Planung zur Analyse von Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats). Sie hilft, die eigene Position im Wettbewerb zu bestimmen und daraus Strategien abzuleiten.
Break-Even-Point
Die Gewinnschwelle, an der die gesamten Erlöse die gesamten Kosten decken. Ab diesem Punkt erwirtschaftet ein Unternehmen Gewinn.
Liquiditätsplanung
Ein Teil der Finanzplanung, der sicherstellt, dass ein Unternehmen jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Sie listet alle erwarteten Ein- und Auszahlungen über einen bestimmten Zeitraum auf.
Gründungszuschuss
Eine staatliche Förderung der Agentur für Arbeit für Bezieher von Arbeitslosengeld I, die sich selbstständig machen. Die Bewilligung erfordert eine fachkundige Stellungnahme zur Tragfähigkeit der Geschäftsidee.
Fachkundige Stelle
Eine von der Agentur für Arbeit anerkannte Institution (z. B. IHK, HWK oder Unternehmensberater), die die Tragfähigkeit einer Gründungsidee prüft und bescheinigt. Ihr positives Votum ist Voraussetzung für den Gründungszuschuss.
AVGS
Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) ist ein Förderinstrument der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Er kann unter anderem für ein Gründercoaching zur Vorbereitung der Selbstständigkeit eingesetzt werden.

Weiterführendes

Zusammengestellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft.

Mein Klärungsbogen

Ihre offenen Punkte zu diesem Beitrag

Typische offene Fragen zu diesem Beitrag. Setzen Sie einzelne Punkte auf Ihre persönliche Aufgabenliste unter „Meins" – oder ergänzen Sie eine eigene Frage. Der Klärungsbogen ist Ihr privater Arbeitsbereich; wir greifen darauf nicht zu. Sie nutzen ihn als roten Faden beim Lesen – und nehmen ihn, wenn Sie wollen, als Agenda in ein Beratungsgespräch mit.

  • Wie wirkt sich die Wahl meiner Rechtsform auf die Finanzplanung und das Rating aus?

    Wir müssen verstehen, welche steuerlichen und juristischen Konsequenzen Ihre Entscheidung für das Zahlenwerk hat.

  • Wie gehe ich mit Schwächen in meiner SWOT-Analyse um, ohne die Finanzierung zu gefährden?

    Es geht darum, eine ehrliche Selbstreflexion zu zeigen und gleichzeitig proaktive Lösungsstrategien für Schwachstellen zu entwickeln.

  • Mein Geschäftsmodell ist sehr innovativ. Wie kann ich es im Plan verständlich machen?

    Die Herausforderung ist, Neuartiges so zu erklären, dass ein externer Prüfer das Potenzial schnell erkennt und nachvollziehen kann.

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