Finanzierungsberatung
Innovationsberatung für KMU
Innovation als Teil der Geschäftsmodellgestaltung und der Unternehmensfinanzierung – Fördergelder und Förderprogramme richtig nutzen.
Zum InhaltsverzeichnisInhaltInnovation als Teil der Gestaltung von Geschäftsmodellen und als Bestandteil der Unternehmensfinanzierung
Hier kommen Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Selbstständige zu ihren Förderunterlagen für Innovations- und Investitionsfinanzierung – bundesweit in Deutschland.
Welche Möglichkeiten der staatlichen Förderung gibt es?
Prinzipiell gäbe es sehr viele Möglichkeiten der Förderung beziehungsweise der Subventionierung von Unternehmen. In der Praxis haben sich jedoch einige wenige Methoden durchgesetzt.
Für die Finanzierung von Unternehmen gibt es Förderungen als zinsverbilligte Kredite, Bürgschaften, Bürgschaftsübernahmen oder Beteiligungen. Wer ein Finanzierungsproblem hat, ist mitunter auf diese Förderprogramme angewiesen. Alle setzen in der Regel die Beantragung durch die Hausbank voraus. Das bedeutet, dass sich der Unternehmer beziehungsweise die Unternehmerin gar nicht intensiv mit diesen Förderprogrammen beschäftigen muss. In der Regel ergibt sich der Zugriff auf diese Förderprogramme aus den Gesprächen mit der Hausbank. Die einzige Ausnahme ist eventuell die direkte Unternehmensbeteiligung durch die KfW oder eine MBG – Mittelständische Beteiligungsgesellschaft –, die die Eigenkapitalbasis des Unternehmens stärken soll.
Im Bereich der Innovations- und Investitionsförderung hat sich der Zuschuss zu Projektkosten als fast einzige praktizierte Lösung durchgesetzt. Der Zuschuss ist ein Geldbetrag, der aus den Projektkosten anteilig ermittelt wird. Die Förderquoten liegen zwischen 0 und 100 Prozent der ermittelten Projektkosten. Gerade für kleine Unternehmen können die ermittelten Projektkosten über den tatsächlichen Kosten liegen. Damit ergeben sich Situationen, in denen Projekte vollständig durch den Fördergeber finanziert werden.
Woher bekomme ich Fördermittel? Wofür gibt es Fördermittel?
Als öffentliche Fördergeber treten alle Instanzen auf: Gemeinden, Länder, Bund, EU. Die Förderung richtet sich häufig an der momentan als wichtig betrachteten politischen Ausrichtung aus. Damit ändern sich die Fördergrundsätze mit jedem Regierungswechsel ein wenig, wobei das Thema Innovation in der Vergangenheit fast nur den inhaltlichen Fokus verschoben hat.
Eine gute Übersicht über die aktuellen Förderprogramme bietet die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft. In dieser Datenbank werden die wesentlichen Faktoren gut zusammengefasst, die Programme sind relativ aktuell. Mitunter dauert es eine Zeit, bis vor allem lokale Programme tatsächlich in der Datenbank erfasst sind. Kommunale Förderprogramme sind in der Regel nicht enthalten.
Welches Förderprogramm sollte ich bevorzugen?
Wir empfehlen in der Regel nach dem Prinzip der räumlichen Nähe zu entscheiden. Gemeinden können einfacher, unkomplizierter und praxisorientierter entscheiden als die EU. Wenn mehrere Programme verschiedener Fördergeber zur Auswahl stehen, gilt als Grundregel:
- Gemeinde
- Land
- Bund
- EU
Daneben sollte in den Anträgen bedacht werden, dass der Fördergeber ein Ziel erreichen will. Je besser ein Antrag aus Sicht des Gutachters zum Förderziel passt, umso wahrscheinlicher ist eine Förderung. Es sollte also immer das Förderprogramm gewählt werden, das am besten zum Projekt passt. Natürlich kann die Verlockung hoher Fördersätze andere Argumente aushebeln. Dann fallen Argumente wie räumliche Nähe oder beste Passung zum Förderziel hinten herunter. Die Antragstellung bleibt eine unternehmerische Entscheidung; allgemeine Empfehlungen sind hier nicht möglich.
Ich habe im Moment kein Personal. Macht eine Innovationsberatung trotzdem Sinn?
Innovationsberatung ist im Kern die Beantragung von Fördermitteln. Man kann sie betrachten wie eine strategische Akquisition langfristiger Aufträge.
Förderanträge haben Antragszeiten von mehreren Monaten bis mehreren Jahren. Die Frage ist also nicht: Ist heute Personal verfügbar? Die Frage ist: Wird mit Projektstart – das heißt in frühestens sechs Monaten, vielleicht aber erst in zwei Jahren – Personal verfügbar sein?
Sie investieren also langfristig in die Zukunft. Der Vorteil der Innovationsstrategie und der dazugehörenden Förderanträge: Sie müssen das Projekt nicht liefern. Wenn sich Ihr Fokus geändert hat oder kein Personal da ist, nehmen Sie die Fördermittel eben nicht an – es gibt keine Lieferverpflichtung.
Wie läuft eine Beratung ab?
Der Ablauf hängt stark vom Ziel ab. In der Regel beginnen wir mit einem Termin, in dem wir uns mit Ihren Zielen und Ihrem Unternehmen auseinandersetzen.
Danach geht es darum, die Projekte zu finden, die umgesetzt werden müssen. Diese Projekte müssen wir verstehen. Sind Ihre Ziele und die Projektziele klar, suchen wir ein passendes Förderprogramm.
Ihr Projekt wird so angepasst, dass es zum Förderprogramm passt. Dabei ist wichtig, dass die Projektziele nicht aus den Augen verloren werden.
Es macht keinen Sinn, Projekte anzufangen, um Fördermittel zu bekommen.
Die Logik muss immer sein: Wir refinanzieren die Projekte, die uns wirklich wichtig sind, mit Fördermitteln.
Ist klar, wie wir Ihr Projekt gestalten müssen, damit Sie Fördermittel bekommen, erstellen wir die Unterlagen und den Förderantrag.
Wie hoch sind die Erfolgschancen für Förderanträge?
Die Erfolgschancen hängen von vielen Faktoren ab. Es gab Förderprogramme, die waren binnen weniger Minuten ausgeschöpft, und es gab Förderprogramme, die das Geld wie sauer Bier anboten und irgendwann wieder geschlossen wurden. Über alle Programme betrachtet liegen die Wahrscheinlichkeiten im Bereich Investitionsförderung deutlich über 50 Prozent. Bei der Innovationsförderung liegen sie deutlich unter 50 Prozent. Rechnen Sie im Bereich Innovationsförderung damit, dass Sie etwa zehn Anträge stellen und damit drei bis vier Förderprojekte gewinnen.
Businessplan als Bestandteil des Förderantrags
Relativ häufig wird für die Gewinnung von Fördermitteln zur Innovation ein Businessplan gefordert. Darin muss dargelegt werden, wie das Unternehmen die Ergebnisse in Markterfolge umsetzen will. Wer den Businessplan nicht selbst erstellen will, findet einen Überblick über Inhalte, Aufwand und Ablauf auf der Seite Businessplan erstellen lassen.
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FAQ
Häufige Fragen
Glossar
- Förderquote
- Der prozentuale Anteil der anerkannten Projektkosten, den der Fördergeber übernimmt. Eine Förderquote von 40 % bedeutet beispielsweise, dass der Staat 40 % der Kosten trägt und das Unternehmen die restlichen 60 % selbst aufbringen muss.
- Hausbank
- Das Kreditinstitut, bei dem ein Unternehmen seine primäre Bankverbindung unterhält. Bei vielen öffentlichen Förderprogrammen ist die Hausbank als vermittelnde Stelle in den Antrags- und Auszahlungsprozess eingebunden (Hausbankprinzip).
- Projektkosten
- Die Summe aller Kosten, die für die Durchführung eines geförderten Projekts anfallen und vom Fördergeber als zuschussfähig anerkannt werden. Dazu können Personal-, Material-, Reise- und Fremdleistungskosten gehören.
- Zuschuss
- Eine finanzielle Unterstützung, die nicht zurückgezahlt werden muss. Zuschüsse werden oft für Innovations- und Forschungsprojekte vergeben, um das wirtschaftliche Risiko für Unternehmen zu senken.
- Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG)
- Eine Gesellschaft, die kleinen und mittleren Unternehmen Eigenkapital in Form von stillen oder offenen Beteiligungen zur Verfügung stellt. Ziel ist die Stärkung der Kapitalbasis und die Finanzierung von Wachstum.
- KfW
- Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist die staatliche Förderbank Deutschlands. Sie unterstützt Unternehmen mit Krediten, Zuschüssen und Beteiligungskapital und spielt eine zentrale Rolle in der Wirtschafts- und Innovationsförderung.
- Businessplan
- Ein schriftliches Dokument, das ein Geschäftsvorhaben detailliert beschreibt. Er beinhaltet die Analyse des Marktes, die Planung von Marketing und Vertrieb sowie eine umfassende Finanzplanung und ist oft Voraussetzung für Förderanträge.
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Zusammengestellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft.
