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Sub-Hub · 1×1 der Gründung

1×1 der Steuern

Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer: die vier Steuerbereiche, die über Rechtsform, Liquidität und Ihren tatsächlichen Ertrag entscheiden – erklärt für Gründer und Unternehmer.

Steuern entscheiden nicht darüber, ob Ihr Geschäftsmodell funktioniert. Sie entscheiden darüber, wie viel von dem Erfolg bei Ihnen ankommt – und wie ruhig Sie schlafen. Dieser Sub-Hub führt Sie durch die vier Steuerbereiche, die für Gründung und Unternehmensführung in Deutschland wirklich relevant sind. Ohne Kanzleideutsch, ohne Panikmache, mit den Größenordnungen, die Sie in Ihre Planung übernehmen können.

Welche Steuer betrifft Sie?

Welche Steuerarten für Sie gelten, hängt an zwei Weichen: Ihrer Rechtsform und der Frage, ob Sie gewerblich oder freiberuflich tätig sind.

Ihre KonstellationEinkommensteuerGewerbesteuerKörperschaftsteuerUmsatzsteuer
Einzelunternehmen, gewerblichjaja, mit Freibetrag 24.500 €neinin der Regel ja
Freiberuflerjaneinneinin der Regel ja
GbR, OHG, KG (gewerblich)ja, bei den Gesellschafternja, mit Freibetragneinin der Regel ja
GmbH, UG, AGerst bei Ausschüttung an Sieja, ohne Freibetragjain der Regel ja

Die Reihenfolge, in der Sie es lesen sollten

  1. 1

    Einkommensteuer verstehen

  2. 2

    Gewerbesteuer und Standort

  3. 3

    Körperschaftsteuer und Rechtsform

  4. 4

    Umsatzsteuer im Alltag

Beginnen Sie mit der Einkommensteuer – sie ist die Steuer auf Ihren persönlichen Erfolg und die Grundlage jeder Rechtsformentscheidung. Danach folgen Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer, weil sich erst aus dem Zusammenspiel der drei ergibt, welche Rechtsform bei Ihren Zahlen sinnvoll ist. Die Umsatzsteuer steht am Ende, betrifft Sie im Tagesgeschäft aber am häufigsten.

Die drei Fehler, die im ersten Jahr Geld kosten

  • Steuern aus dem laufenden Konto zahlen wollen. Die vereinnahmte Umsatzsteuer ist nicht Ihr Geld, und die Einkommensteuer kommt verzögert. Legen Sie von jedem Zahlungseingang einen festen Anteil auf ein separates Konto.
  • Das zweite Jahr unterschätzen. Im Jahr zwei treffen die Nachzahlung für Jahr eins und die neu festgesetzten Vorauszahlungen zusammen. Das ist der häufigste Liquiditätsschock junger Unternehmen – und er ist vollständig planbar. Lesen Sie dazu auch den Beitrag Warum geben viele Selbstständige nach 3 Jahren auf.
  • Ausgeben, um Steuern zu sparen. Bei 30 Prozent Grenzsteuersatz sparen 100 Euro Ausgabe 30 Euro Steuern. Sie sind danach 70 Euro ärmer.

Die vier Steuerbereiche

Jeder Bereich als eigener Beitrag – mit Systematik, Rechenbeispiel und den unternehmerischen Konsequenzen für Ihre Planung.

  1. Teil 01

    Einkommensteuer

    Wie aus Ihrem Gewinn ein zu versteuerndes Einkommen wird, warum Grenzsteuersatz und Durchschnittssteuersatz zwei verschiedene Dinge sind – und warum Ausgeben zum Steuernsparen fast nie aufgeht.

  2. Teil 02

    Gewerbesteuer

    Wer Gewerbesteuer zahlt, wer nicht, wie Freibetrag, Steuermesszahl und Hebesatz zusammenspielen – und warum die Anrechnung auf die Einkommensteuer die Belastung für Einzelunternehmer meist neutralisiert.

  3. Teil 03

    Körperschaftsteuer

    15 Prozent plus Solidaritätszuschlag, dazu Gewerbesteuer ohne Freibetrag und ohne Anrechnung: was die GmbH wirklich kostet – und wann eine Holding nach § 8b KStG sinnvoll wird.

  4. Teil 04

    Verbrauchsteuern und Umsatzsteuer

    Umsatzsteuer, Vorsteuer, Mehrwertsteuer: drei Begriffe, ein System. Mit Simulator für die Umsatzsteuer-Voranmeldung und der Einordnung spezieller Verbrauchsteuern als Mengensteuern.

FAQ

Häufige Fragen

Glossar

Einkommensteuer
Steuer auf das persönliche Einkommen von natürlichen Personen. Der Gewinn von Einzelunternehmern und Gesellschaftern von Personengesellschaften wird als persönliches Einkommen versteuert.
Gewerbesteuer
Eine Steuer, die auf den Gewinn von gewerblichen Unternehmen erhoben wird. Freiberufler sind davon befreit; für andere Einzelunternehmen und Personengesellschaften gilt ein Freibetrag.
Körperschaftsteuer
Die „Einkommensteuer“ für Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH, UG, AG). Sie besteuert den Gewinn direkt auf Unternehmensebene.
Umsatzsteuer
Eine Verbrauchssteuer, die Unternehmen auf ihre Umsätze aufschlagen und an das Finanzamt abführen. Da die selbst gezahlte Umsatzsteuer (Vorsteuer) gegengerechnet wird, ist sie für die meisten Unternehmen ein durchlaufender Posten.
Rechtsform
Der rechtliche Rahmen eines Unternehmens (z. B. Einzelunternehmen, GmbH). Die Rechtsform bestimmt, welche Steuerarten anfallen und wer für Schulden haftet.
Freibetrag
Ein Betrag, bis zu dem keine Steuer gezahlt werden muss. Bei der Gewerbesteuer liegt dieser für gewerbliche Einzelunternehmer und Personengesellschaften bei 24.500 Euro Gewinn pro Jahr.
Steuervorauszahlung
Eine Abschlagszahlung auf die voraussichtliche Steuerschuld des laufenden Jahres. Das Finanzamt setzt sie auf Basis des Vorjahresgewinns fest, um hohe einmalige Nachzahlungen zu vermeiden.
Grenzsteuersatz
Der Steuersatz, mit dem der nächste zusätzlich verdiente Euro besteuert wird. Er zeigt, wie viel eine Ausgabe tatsächlich an Steuern spart, nicht der Durchschnittssteuersatz.

Zusammengestellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft.

Mein Klärungsbogen

Ihre offenen Punkte zu diesem Beitrag

Typische offene Fragen zu diesem Beitrag. Setzen Sie einzelne Punkte auf Ihre persönliche Aufgabenliste unter „Meins" – oder ergänzen Sie eine eigene Frage. Der Klärungsbogen ist Ihr privater Arbeitsbereich; wir greifen darauf nicht zu. Sie nutzen ihn als roten Faden beim Lesen – und nehmen ihn, wenn Sie wollen, als Agenda in ein Beratungsgespräch mit.

  • Ich will das Steuersystem verstehen, um meinem Steuerberater die richtigen Fragen zu stellen.

    Wenn ich die Grundlagen kenne, kann ich die Beratung besser für mein Unternehmen nutzen.

  • Ich will verstehen, warum „Ausgeben, um Steuern zu sparen“ meist eine schlechte Idee ist.

    Der Artikel rechnet vor, wie viel Geld man bei diesem Manöver tatsächlich verliert.

  • Ich brauche eine einfache Regel, wie ich Geld für die Steuer zurücklegen kann.

    Der Text empfiehlt ein separates Konto und das Zurücklegen eines festen Anteils von jedem Zahlungseingang.

  • Ich bin unsicher, ob ich als Freiberufler oder gewerblich gelte und was das für die Gewerbesteuer bedeutet.

    Die Unterscheidung ist fundamental, da für Freiberufler die Gewerbesteuer in der Regel entfällt.

  • Ich will wissen, warum vereinnahmte Umsatzsteuer nicht mein Geld ist.

    Ich muss verstehen, dass die Umsatzsteuer ein durchlaufender Posten ist, den ich nur für das Finanzamt verwalte.

Kontakt

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