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Ihr persönlicher Staatsquoten-Gedenktag

Wann arbeiten Sie für sich? Berechnen Sie Ihren persönlichen Staatsquoten-Gedenktag: Arbeiten Sie mehr für den Staat als für sich selbst? Berechnen Sie jetzt Ihren persönlichen Staatsquoten-Gedenktag mit dem Unternehmerrechner von Peter Saubert. Schluss mit Durchschnittswerten – finden Sie heraus, ab wann Ihr Geld wirklich Ihnen gehört!

Peter Saubert

Peter Saubert

01. März 2026 · 11 Min Lesezeit

Ihr persönlicher Staatsquoten-Gedenktag

Ihr persönlicher Staatsquoten-Gedenktag

Der Steuerzahler-Gedenktag ist ein symbolisches Datum, das jährlich vom Bund der Steuerzahler (BdSt) in Deutschland berechnet wird. Der Gedanke des Steuerzahler-Gedenktages ist Impuls für den persönlichen Staatsquoten-Gedenktag.

Vereinfacht gesagt markiert dieser Tag den Moment im Jahr, bis zu dem der durchschnittliche Steuerzahler rein rechnerisch nur für den Staat gearbeitet hat, um seine Steuern und Sozialabgaben zu begleichen. Ab diesem Tag fließt das verdiente Geld (theoretisch) in die eigene Tasche.

Der Steuerzahler-Gedenktag ist ein durchschnittlicher Tag für alle Deutschen, den der Bund der Steuerzahler (BdSt) in der Kommunikation nutzt. Er hat mich dazu inspiriert, über den persönlichen Steuerzahlergedenktag nachzudenken. Dieser Gedanke führte zur Idee des persönlichen Staatsquotengedenktag.

Wir haben den Staatsquoten-Gedenktag als Rechner in unseren Unternehmerrechner eingebaut, den Sie als App in den AppStores von Apple und Google herunterladen können.

Kalender mit rot markiertem 30. September, Steuerformular und Münzen – Symbol für den persönlichen Staatsquoten-Gedenktag

Hier können Sie Ihren persönlichen Staatsquotengedenktag berechnen:

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Interaktive Einbindung des Unternehmerrechners

Dies ist die detaillierte Aufschlüsselung, wie dieser Tag zustande kommt und was er bedeutet: \n

Podcast-Folge — Unternehmersicht
044 Wann dein Gehalt endlich dir gehört

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Die Kernidee: „Einkommensverwendungsquote"

Der Bund der Steuerzahler nutzt für die Berechnung die sogenannte Einkommensbelastungsquote. Dabei werden alle Abgaben ins Verhältnis zum Volkseinkommen gesetzt.

Dazu gehören:

  • Direkte Steuern: Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag.
  • Indirekte Steuern: Umsatzsteuer, Energiesteuer, Tabaksteuer etc.
  • Sozialabgaben: Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Liegt die Quote beispielsweise bei 52,6 % (ein typischer Wert der letzten Jahre), bedeutet das: Von jedem verdienten Euro bleiben dem Bürger nur knapp 47 Cent. Umgerechnet auf das Kalenderjahr wäre der Steuerzahler-Gedenktag dann Mitte Juli.

Wann findet der Steuerzahler-Gedenktag statt?

In Deutschland fiel der Tag in den letzten Jahren meist in den Bereich zwischen Anfang und Mitte Juli.

Beispiel: Fällt der Gedenktag auf den 11. Juli, haben die Bürger 191 Tage für den Staat und erst ab dem 192. Tag für sich selbst gearbeitet.

Warum gibt es diesen Tag überhaupt?

Der BdSt verfolgt mit der Proklamation dieses Tages klare politische Ziele:

  1. Transparenz schaffen: Viele Bürger unterschätzen ihre tatsächliche Belastung, da indirekte Steuern (beim Einkaufen oder Tanken) oft „unsichtbar" sind.
  2. Debatten anstoßen: Er dient als medienwirksames Instrument, um über die Höhe von Steuern, die Effizienz der Staatsausgaben und die Belastung der Mittelschicht zu diskutieren.
  3. Forderungen untermauern: Meist nutzt der Verband den Tag, um Steuersenkungen, den Abbau von Bürokratie oder die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags zu fordern.

Kritik am Konzept des Steuerzahler-Gedenktags

So anschaulich der Steuerzahler-Gedenktag ist, so umstritten ist seine Berechnungsmethode bei Ökonomen und Sozialverbänden:

  • Keine Gegenleistung berücksichtigt: Die Kritik lautet, dass das Modell so tut, als sei das Geld „weg". Tatsächlich erhält der Bürger dafür Leistungen: Infrastruktur, Sicherheit, Bildung, soziale Absicherung und ein funktionierendes Rechtssystem – so die nicht ganz richtige Gegenargumentation.
  • Durchschnittswerte: Die Berechnung nutzt einen Durchschnitt. Ein Gutverdiener erreicht seinen persönlichen Steuerzahler-Gedenktag viel später als jemand mit geringem Einkommen, da das deutsche Steuersystem progressiv gestaltet ist. Deshalb gibt es jetzt den persönlichen Staatsquoten-Gedenktag.
  • Methodik: Kritiker bemängeln, dass auch Unternehmenssteuern und andere Abgaben eingerechnet werden, die nicht jeden Privathaushalt direkt in diesem Maße treffen. Das Problem löst der persönliche Staatsquoten-Gedenktag.

Zwischenfazit

Der Steuerzahler-Gedenktag ist weniger eine präzise wissenschaftliche Analyse als vielmehr ein politisches Signal. Er macht die abstrakte Staatsquote greifbar und erinnert uns daran, wie viel Lebenszeit wir für die Finanzierung des Gemeinwesens aufwenden. Ob man die Belastung als „zu hoch" oder als „fairen Preis für einen Sozialstaat" empfindet, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

Ihr persönlicher Staatsquoten-Gedenktag

Natürlich ist die Kritik am Steuerzahlergedenktag auf den Staatsquotengedenktag weitgehend übertragbar. Natürlich ist das nicht wissenschaftlich exakt und an vielen Stellen angreifbar. Es zeigt aber vor allem eins: In der Mitte der Gesellschaft wird abgeschöpft. Es sind nicht die Reichen, die unter der Staatsquote leiden. Es sind nicht die nicht ganz Armen. Es sind die besser verdienenden Angestellten, die Ihren persönlichen Staatsquoten-Gedenktag am 30.09. finden. Das bedeutet, diese Menschen arbeiten drei Viertel des Jahres für Beamte und Leistungsempfänger. Kein Wunder, dass der Wille zu mehr Leistung in Deutschland ausgestorben ist. Wer 80.000 € im Jahr als Angestellter verdient und das Einkommen verkonsumiert, zahlt gnadenlos bis Ende September Beamte und Sozialtransferempfänger.

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Wie wird die Staatsquote ermittelt?

Zunächst schätzt der Rechner die Einkommenssteuer ab. Für Gewerbetreibende werden die Gewerbesteuern ermittelt. Die Gewerbesteuer wird, wenn sie ermittelt wird, bis zum Höchstbetrag der Einkommensteuer gegengerechnet.

Optional kann die Kirchensteuer hinzugerechnet werden. Diese geht formal nicht an den Staat, sondern an einen Staat im Staate.

Weiterhin können optional die gesetzlichen Sozialversicherungen berücksichtigt werden. Wir berücksichtigen den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeber-Anteil, weil das Geld, das der Arbeitgeber abführt, er für den Arbeitnehmer abführt, egal wie sich der Anteil nennt. (Ich bin dafür, das transparent zu machen.)

Weiterhin kann optional die Umsatzsteuer für den privaten Konsum pauschal abgeschätzt werden. Als Option ebenfalls abschätzbar sind sonstige Steuern wie Kraftfahrzeugsteuer (KFZ-Steuer), Grunderwerbsteuer (3,5 % bis 6,5 % je nach Bundesland), Hundesteuer, Zweitwohnungsteuer, Jagdsteuer, Fischereisteuer, Spielbankabgabe, Schankerlaubnissteuer, Getränkesteuer, Speiseeissteuer, Vergnügungsteuer, Feuerschutzsteuer sowie Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Sonstige Abgaben, die der Staat oder staatliche Stellen vereinnahmen, sind ebenfalls optional pauschal berücksichtigbar. Dies sind zum Beispiel Rundfunkbeitrag (GEZ) – ca. 220 € pro Jahr und Haushalt, Niederschlagswassergebühr/Abwasserabgabe, Straßenreinigungsgebühren, Müllabfuhrgebühren (soweit kommunale Pflichtleistung), Schornsteinfegergebühren (gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung), Kammerabgaben (IHK-Beitrag, Handwerkskammer-Beitrag), Erschließungsbeiträge, Anliegerbeiträge (Straßenausbaubeiträge), Kurbeitrag/Fremdenverkehrsabgabe, Kanalgebühren, Wassergebühren (Grundgebühr), Stellplatzablöse.

Als Letztes können dann die diversen Verbrauchssteuern optional pauschal hinzugerechnet werden. Diese sind zum Beispiel Mineralölsteuer/Energiesteuer (ca. 65 ct/l Benzin, 47 ct/l Diesel), Stromsteuer (2,05 ct/kWh), CO₂-Steuer/CO₂-Preis (2025: 55 €/t CO₂, ca. 15 ct/l Benzin), Tabaksteuer (größter Teil des Zigarettenpreises), Kaffeesteuer (ca. 2,19 €/kg Röstkaffee), Biersteuer (außerhalb von Bayern: ca. 0,09 € je 0,5 l), Schaumweinsteuer/Sektsteuer (1,02 € je 0,75 l), Branntweinsteuer/Alkoholsteuer (13,03 €/l reiner Alkohol), Zwischenerzeugnissteuer (z. B. für Sherry, Portwein), Alkopopsteuer, KWKG-Umlage (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz), Offshore-Netzumlage, §19-Umlage (StromNEV), Abschaltbare-Lasten-Umlage.

Mit diesen Zahlen ergibt sich Tag und Uhrzeit für Ihren persönlichen Staatsquoten-Gedenktag, den Sie bitte würdevoll begehen.

Den Unternehmerrechner, der die Funktion des Staatsquoten-Gedenktags enthält, können Sie als App in den AppStores von Apple und Google herunterladen.

Was nutzt uns dieser Staatsquoten-Gedenktag-Rechner?

Nutzt uns der Staatsquoten-Gedenktag dann überhaupt irgendetwas? Die Berechnung ist doch unsicher. Die Abschätzungen sind sowieso fragwürdig. Das ist alles berechtigte Kritik, die aber nichts am Problem ändert. Wir haben in Deutschland eine Staatsquote, die unerträglich hoch ist. In den Diskussionen in der Gesellschaft wird immer über die Reichen geschimpft und dann die Erhöhung von Steuern gewählt. Es ist sicher sinnvoll, wenn jeder Wähler auch weiß, wie hoch denn sein persönlicher Beitrag zur Zahlung von Beamten, Bürokratie und Leistungsempfängern ist. Das ist nicht unsozial. Es ist sehr sozial, zu wissen, wie viel Verantwortung ich eigentlich in der Gesellschaft trage und wie viel ich finanziell eigentlich zur Gesellschaft beitrage. Es ist eben hilfreich zu wissen, dass man, wenn man von Reichen spricht, eigentlich ganz normale Menschen meint, die arbeiten. Wenn Menschen das wissen, werden sie auch vernünftig wählen können. Aus unserer Sicht ist der Staatsquoten-Gedenktag-Rechner also ein Mittel, um den Menschen bewusst zu machen, wie Politiker sich auf der Unwissenheit von Wählern ausruhen.

Unsere Buch-Empfehlung zur Staatsquote

Staatsquotengrenze: Warum der Staat sich selbst Grenzen setzen muss von Ulric E.J. Rechtsteiner

Ein Staat, der alles kann – kann am Ende nichts mehr.
Deutschlands Staatsquote liegt bei fast 50 %. Die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung wird inzwischen vom Staat gelenkt oder verbraucht. Doch wann wird aus Fürsorge Bevormundung, aus Solidarität Überforderung, aus Verantwortung Kontrollwut?

Dieses Buch plädiert für eine verfassungsrechtliche Begrenzung der Staatsquote – eine „Staatsquotengrenze im Grundgesetz". Sie wäre der ökonomische Gegenpol zur Schuldenbremse und ein neuer Ordnungsrahmen für einen leistungsfähigen, schlanken und freiheitsorientierten Staat.

Der Autor – Unternehmer mit jahrzehntelanger internationaler Erfahrung, als Betriebswirt auf Finanzen, Risikoanalyse und Business Development spezialisiert – analysiert die Entwicklung der deutschen Staatsquote, vergleicht internationale Reformmodelle und zeigt, warum zu viel Staat nicht Stabilität, sondern Stagnation bringt.
Deutschland ist am Scheideweg.

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FAQ

Häufige Fragen

Glossar

Staatsquote
Die Staatsquote setzt die gesamten Ausgaben des Staates (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen) ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Sie ist ein Indikator für den Anteil der staatlichen Aktivität an der gesamten Wirtschaftsleistung eines Landes.
Einkommensbelastungsquote
Diese Kennzahl misst den Anteil, den Steuern und Sozialabgaben von den Einkommen der privaten Haushalte und Unternehmen ausmachen. Sie dient als Grundlage für die Berechnung des Steuerzahler-Gedenktags durch den Bund der Steuerzahler.
Direkte Steuern
Dies sind Steuern, die direkt auf das Einkommen oder Vermögen einer Person oder eines Unternehmens erhoben werden. Der Steuerpflichtige und der Steuerträger sind identisch, wie bei der Einkommensteuer oder der Körperschaftsteuer.
Indirekte Steuern
Diese Steuern werden auf den Verbrauch, Gebrauch oder Aufwand erhoben und sind im Preis von Waren und Dienstleistungen enthalten. Steuerschuldner (das Unternehmen) und Steuerträger (der Endverbraucher) sind hier nicht identisch, wie bei der Umsatzsteuer oder der Energiesteuer.
Progressives Steuersystem
Ein Steuersystem wird als progressiv bezeichnet, wenn der durchschnittliche Steuersatz mit steigendem Einkommen oder Vermögen anwächst. Höhere Einkommen werden also prozentual stärker besteuert als niedrigere Einkommen.
Sozialabgaben
Hierbei handelt es sich um gesetzlich festgelegte Pflichtbeiträge zur Finanzierung der Sozialversicherungen. Dazu gehören die Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, die in der Regel je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen werden.
Volkseinkommen
Das Volkseinkommen ist die Summe aller Erwerbs- und Vermögenseinkommen, die den Einwohnern eines Landes innerhalb eines Jahres zugeflossen sind. Es ist eine zentrale Größe in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.
Solidaritätszuschlag
Der Solidaritätszuschlag ist eine Ergänzungsabgabe zur Einkommen- und Körperschaftsteuer, die ursprünglich zur Finanzierung der Kosten der deutschen Einheit eingeführt wurde. Seit 2021 ist er für einen Großteil der Steuerzahler weggefallen.

Zusammengestellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft.

Mein Klärungsbogen

Ihre offenen Punkte zu diesem Beitrag

Typische offene Fragen zu diesem Beitrag. Setzen Sie einzelne Punkte auf Ihre persönliche Aufgabenliste unter „Meins" – oder ergänzen Sie eine eigene Frage. Der Klärungsbogen ist Ihr privater Arbeitsbereich; wir greifen darauf nicht zu. Sie nutzen ihn als roten Faden beim Lesen – und nehmen ihn, wenn Sie wollen, als Agenda in ein Beratungsgespräch mit.

  • Welche Hebel habe ich als Unternehmer, um meine Abgabenquote zu senken?

    Lassen Sie uns klären, welche legalen Gestaltungsspielräume Ihr Unternehmen bietet, um die Belastung durch Steuern und Abgaben zu optimieren.

  • Gehalt oder Ausschüttung: Was ist für meine persönliche Abgabenquote günstiger?

    Die Art, wie Sie sich Einkommen aus dem eigenen Unternehmen auszahlen, hat einen wesentlichen Einfluss auf Ihre persönliche Abgabenlast.

  • Wie wirkt sich die Rechtsform meines Unternehmens auf die Quote aus?

    Ob Sie ein Einzelunternehmen, eine GmbH oder eine andere Form führen, beeinflusst direkt, welche Steuern und Abgaben in die Berechnung einfließen.

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