Franchise · Gastronomie
NORDSEE
NORDSEE ist eine etablierte Marke der Systemgastronomie rund um Fischspezialitäten mit über 130-jähriger Unternehmensgeschichte. Neben eigengeführten Stores werden mehr als 70 NORDSEE Stores in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern im Franchise-Modell betrieben. Das Unternehmen sucht engagierte Partner, die einen NORDSEE-Store in Eigenregie führen und gemeinsam mit der Marke weiter expandieren möchten.

Gesamtinvestition
450.000 €
Eigenkapital
100.000 €
Eintrittsgebühr
30.000 €
Laufende Lizenz
5 %
Das Konzept
Gastronomiemarke mit Fisch- und Meeresfrüchtegerichten, Snacks und Burgern. Die Website verweist auf Filialen, Lieferservice, Click & Collect und ein Franchiseangebot.
Etablierte Marke der Systemgastronomie rund um Fischspezialitäten mit über 130-jähriger Unternehmensgeschichte.
- Branche
- Gastronomie
- Rechtsträger
- NORDSEE GmbH
- Sitz
- 27572 Bremerhaven
- Gegründet / Systemstart
- 1896 / 2001
- Partnerbetriebe
- 25
- Mitgliedschaften
- Zertifiziertes Vollmitglied im Deutschen Franchiseverband
Passt das Profil zu Ihnen?
Engagierte Partner, die einen NORDSEE-Store in Eigenregie führen möchten.
- Standorttyp
- Filiale
Finanzen und Wirtschaftlichkeit
450.000 €
Individuell; ab 450.000 Euro
100.000 €
Individuell; mind. 100.000 Euro
30.000 €
5 %
vom Umsatz
2 %
vom Umsatz
Zusätzlich zur Einstiegsgebühr: 30.000 Euro Kaution.
Alle Zahlen sind Angaben des Systems beziehungsweise öffentlicher Quellen und keine Zusage. Ob sie für Ihren Standort und Ihre Situation tragen, lässt sich nur mit einer eigenen Planung beurteilen. Genau das rechnen wir mit Ihnen durch, bevor Sie sich bewerben.
Unterstützung durch die Zentrale
Intensive Unterstützung in allen Bereichen durch umfassende Expertise; Zentraleinkauf, attraktive Einkaufskonditionen und lückenlose Warenversorgung durch große Logistikpartner.
Übernahme bestehender Filialen oder Eröffnung neuer Filialen möglich.
Unsere Beratersicht: Passt NORDSEE zu Ihnen?
Die Angaben oben stammen vom System. Hier schauen wir aus Ihrer Sicht als Gründerin oder Gründer auf das Vorhaben – auf Basis unserer Beratungspraxis im Bereich Gastronomie und Systemgastronomie. Es geht nicht darum, ob das System gut ist, sondern ob es für Sie, Ihr Kapital und Ihre Lebenssituation trägt.
Unsere Einordnung zu NORDSEE
Stärken
- Die Ausrichtung auf Fisch und Meeresfrüchte schafft ein klar erkennbares Profil im gastronomischen Wettbewerb.
- Snacks und Mahlzeiten können unterschiedliche Bedürfnisse zwischen schnellem Einkauf und Mittagspause bedienen.
Knackpunkte
- Kühlkette, Haltbarkeit und Abschriften verlangen eine präzise Warensteuerung.
- Hohe Laufkundschaft hilft nur, wenn Miete, Personaleinsatz und Warenkosten zum Standort passen.
- Unterschiedliche Verkaufsformate dürfen nicht mit derselben Flächen- und Umsatzrechnung bewertet werden.
Kapital und Liquidität
Klären Sie zuerst das angebotene Betriebsformat. Rechnen Sie Kühltechnik, Energie, Warenverluste und Eröffnungsvorräte ausdrücklich ein; prüfen Sie zusätzlich die Liquidität an schwachen Verkaufstagen.
Fragen an die Zentrale
- Welches Format wird für den Standort angeboten und welche technische Ausstattung ist verbindlich?
- Wie hoch sind Wareneinsatz und Abschriften an vergleichbaren Betrieben?
- Wer trägt Kosten bei Ausfall der Kühltechnik oder notwendigen Modernisierungen?
Unser Fazit: Für Betreiber mit sicherer Waren- und Hygienesteuerung interessant. Das besondere Sortiment kann tragen, wenn Format, Frequenz und Kosten zusammenpassen.
Was die Branche von Ihnen verlangt
- Präsenz im Betrieb: Abend-, Wochenend- und Feiertagsdienste sind in den ersten zwei bis drei Jahren die Regel, nicht die Ausnahme.
- Personalführung: Ein typischer Standort beschäftigt 10 bis 30 Kräfte mit hoher Fluktuation. Dienstplanung, Einarbeitung und Mindestlohn-Dokumentation sind Tagesgeschäft.
- Formale Voraussetzungen: Unterrichtung bei der IHK für den Ausschank alkoholischer Getränke, Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz für alle Beschäftigten im Lebensmittelbereich, ein funktionierendes Hygienekonzept (HACCP).
- Zahlenverständnis: Wareneinsatz und Personalkosten müssen wöchentlich gesteuert werden. Wer erst die Jahres-BWA liest, steuert zu spät.
Rechtsgrundlagen: § 4 GastG, § 43 IfSG
Für wen das Modell trägt – und für wen nicht
Trägt eher
- Erfahrene Schicht- oder Betriebsleiter aus der Gastronomie, die den Schritt in die Selbstständigkeit mit erprobtem Konzept gehen wollen.
- Quereinsteiger mit nachweisbarer Führungserfahrung, die bereit sind, selbst im Betrieb zu stehen.
Trägt eher nicht
- Kapitalanleger, die einen Betrieb ohne eigene Präsenz führen lassen wollen – ohne erfahrene Betriebsleitung trägt das Modell selten.
- Gründer, die eigene Rezepte und Ideen umsetzen wollen. Franchise bedeutet Systemtreue; Abweichungen sind vertraglich meist ausgeschlossen.
Orientierung: typische Kostenstruktur
- Wareneinsatz
- ca. 25–33 %
- Personal inkl. Nebenkosten
- ca. 30–35 %
- Miete/Pacht inkl. Nebenkosten
- ca. 8–12 %
- Franchise- und Werbegebühren
- laut Vertrag, oft 6–10 %
Erfahrungswerte vom Nettoumsatz, keine Systemangabe. Liegen die Zahlen von NORDSEE deutlich darüber, sollte das im Gespräch begründet werden.
Prüfleitfaden für das Aufklärungsgespräch
Unsere Erkenntnisse sind Erfahrungswerte, keine Aussage über NORDSEE. Lassen Sie jeden Punkt in der vorvertraglichen Aufklärung bestätigen oder widerlegen – am besten schriftlich.
Prüfpunkt 1
Unsere Erkenntnis: Nach unserer Erfahrung entscheidet in der Gastronomie der Mietvertrag mehr über den Erfolg als das Konzept. Lange Laufzeiten, Umsatzmieten und Rückbaupflichten binden Sie oft länger als der Franchisevertrag.
Im Gespräch prüfen: Lassen Sie sich zeigen, wer Mieter ist (Sie oder die Zentrale), ob Miet- und Franchisevertrag gekoppelt sind und was bei vorzeitigem Ende des Franchisevertrags mit dem Mietvertrag geschieht.
Prüfpunkt 2
Unsere Erkenntnis: Zentrale Einkaufsbindung ist üblich und kann sinnvoll sein. Kritisch wird es, wenn die Zentrale an Warenaufschlägen oder Lieferantenvergütungen verdient, die in keiner Gebührenübersicht stehen.
Im Gespräch prüfen: Fragen Sie schriftlich nach Rückvergütungen und Aufschlägen im Einkauf und vergleichen Sie zwei bis drei Kernartikel mit Großhandelspreisen.
Prüfpunkt 3
Unsere Erkenntnis: Umsatzangaben in Prospekten beziehen sich häufig auf die besten Standorte. Für die Bankfinanzierung zählt der realistische Durchschnitt.
Im Gespräch prüfen: Verlangen Sie Umsatz- und Ergebnisspannen aller Standorte vergleichbarer Größe, nicht nur Spitzenwerte – und wie viele Betriebe in den letzten drei Jahren geschlossen oder übergeben wurden.
Prüfpunkt 4
Unsere Erkenntnis: Die Anlaufphase dauert in der Gastronomie oft länger als geplant. Eine zu knappe Liquiditätsreserve ist einer der häufigsten Gründe für frühe Schieflagen.
Im Gespräch prüfen: Fragen Sie, nach wie vielen Monaten neue Standorte im Durchschnitt die Gewinnschwelle erreichen, und planen Sie mindestens sechs Monate Fixkosten plus privaten Lebensunterhalt als Reserve ein.
Prüfpunkt 5
Unsere Erkenntnis: Die vorvertragliche Aufklärung ist Ihr wichtigstes Prüfinstrument. Gute Systeme legen Zahlen, Verträge und Partnerlisten offen; wer ausweicht, sendet ein Signal.
Im Gespräch prüfen: Bitten Sie um den vollständigen Franchisevertrag, das Handbuch-Inhaltsverzeichnis und eine Liste aktiver und ehemaliger Partner – mindestens zwei Wochen vor Unterschrift.
Prüfpunkt 6
Unsere Erkenntnis: Gespräche mit bestehenden Partnern sind aussagekräftiger als jeder Prospekt – vor allem mit Partnern, die das System verlassen haben.
Im Gespräch prüfen: Führen Sie mindestens drei Partnergespräche, darunter eines mit einem ausgeschiedenen Partner, und fragen Sie nach Unterstützung, Gebühren und tatsächlicher Ertragslage.
Prüfpunkt 7
Unsere Erkenntnis: Die wirtschaftliche Stärke der Systemzentrale entscheidet, ob Leistungen wie Marketing und Weiterentwicklung auch in fünf Jahren noch erbracht werden.
Im Gespräch prüfen: Sehen Sie die veröffentlichten Jahresabschlüsse der Zentrale im Unternehmensregister ein und fragen Sie nach Eigenbetrieben als Referenz.
Prüfpunkt 8
Unsere Erkenntnis: Vertragslaufzeit, Verlängerung und Ausstieg werden bei der Gründung oft vernachlässigt – sie bestimmen aber den Wert Ihres Betriebs beim Verkauf.
Im Gespräch prüfen: Klären Sie Verlängerungsoptionen, Übertragbarkeit an einen Nachfolger, nachvertragliche Wettbewerbsverbote und was bei Kündigung mit Inventar und Mietvertrag geschieht.
Prüfpunkt 9
Unsere Erkenntnis: Gebietsschutz klingt gut, ist aber nur so viel wert wie seine Formulierung. Onlinevertrieb und Lieferdienste der Zentrale sind oft ausgenommen.
Im Gespräch prüfen: Lassen Sie sich die Gebietsabgrenzung schriftlich und mit Karte zeigen und fragen Sie, ob Zentrale oder Dritte in Ihrem Gebiet online verkaufen dürfen.
Unser Rat: Ein Franchisesystem kann der sicherere Weg in die Selbstständigkeit sein – wenn Konzept, Kapital und Person zusammenpassen. Nehmen Sie die Antworten aus dem Aufklärungsgespräch mit in die Gründungsberatung; wir gleichen sie mit Ihrer Planung ab. Keine Rechts- oder Steuerberatung.
Häufige Fragen zu NORDSEE
Welche Voraussetzungen gelten für eine Partnerschaft mit NORDSEE?
NORDSEE nennt Anforderungen an Erfahrung, Standort und Kapital. Das geforderte Eigenkapital liegt nach Angaben des Systems bei rund 100.000 Euro. Die Gesamtinvestition wird mit rund 450.000 Euro angegeben. Wir prüfen diese Angaben gegen Ihre persönliche Situation, bevor Sie sich bewerben.
Wie funktioniert die Vergütung bei NORDSEE?
Die Eintrittsgebühr liegt laut System bei rund 30.000 Euro. Die laufende Gebühr beträgt etwa 5 Prozent vom Umsatz. Ihr Verdienst hängt von Umsatz, Kostenstruktur und Gebühren ab; ein belastbares Bild entsteht erst mit einer eigenen Planrechnung.
Ist NORDSEE als eigenständige Vollexistenz geeignet?
Das hängt von Standort, Eigenkapital und Ihrem Unternehmerlohn ab. NORDSEE ist als eigenständiges Konzept angelegt; ob es Sie trägt, zeigt erst eine Rechnung mit Ihren Zahlen.
Ihr nächster Schritt
Informationen können über https://www.nordsee.com/de/kontakt angefordert werden.
Bewerben Sie sich bitte nicht direkt. Stellen Sie zuerst Ihre Unterlagen zusammen: Wir prüfen sie, steuern bei Bonität oder Eigenkapital nach und gehen anschließend gemeinsam mit Ihnen auf NORDSEE zu. Danach führen wir gemeinsam Gespräche mit aktiven Partnern, bevor Sie sich vertraglich binden.
Vorbereitung
Auftragsklärung: Gründung mit einem Franchisesystem
Franchisegeber und Banken verlangen dieselben Nachweise – nur in unterschiedlicher Reihenfolge. Stellen Sie hier alles einmal zusammen. Wir prüfen die Unterlagen, steuern bei Bonität oder Eigenkapital nach und gehen erst dann gemeinsam auf das System zu. Erst zum Absenden ist eine Anmeldung nötig.
Datenstand
- Vollständigkeit der Daten
- 100 %
- Belastbarkeit
- hoch
- Prüfmethode
- Automatische Recherche (Auffülllauf)
- Manuell geprüft
- nein
- Letzter Datencheck
- 23.9.2026
- Zuletzt recherchiert
- 23.9.2026
- Zuletzt geprüft
- 23.9.2026
Quellen der Systemdaten
Herkunft der Angaben: Beschreibungen und Erläuterungen auf dieser Seite stammen aus der Selbstauskunft des Franchisegebers und aus öffentlichen Quellen. Wörtlich übernommene Passagen – erkennbar an der Kennzeichnung „Angabe des Franchisegebers" – geben die Perspektive des Systems wieder und sind von uns nicht inhaltlich geprüft. Unsere Bewertung erfolgt erst in der gemeinsamen Prüfung Ihres konkreten Vorhabens.
Kontakt
Interesse? Schreiben Sie uns.
Sie möchten wissen, ob NORDSEE für Sie trägt? Wir rechnen die Zahlen gegen Ihre Situation – unabhängig und ohne Provision vom System.
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