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Wo das Geld wirklich entsteht – und wie wir es endlich zurück in die Realwirtschaft lenken

Geschäftsbanken schöpfen Geld, statt es zu vermitteln. Dieses Geld fließt wegen Fehlallokation durch Anreize überwiegend in den spekulativen Immobilienmarkt, statt in die produktive Realwirtschaft. Die Folgen sind Vermögenspreisinflation und eine Austrocknung der Unternehmen.

Wo das Geld wirklich entsteht – und wie wir es endlich zurück in die Realwirtschaft lenken
Bild: KI-generiert.

Eine Bestandsaufnahme unseres Geldsystems, der spieltheoretischen Fehlallokation im Bankensektor und der konkreten Hebel für eine produktive Unternehmensfinanzierung – ohne staatliche Subventionsphantasien.

Die fundamentale Illusion unseres Geldsystems

Redaktionelle Illustration zum Abschnitt „Die fundamentale Illusion unseres Geldsystems“
Redaktionelle Illustration zum Abschnitt „Die fundamentale Illusion unseres Geldsystems“. Bild: KI-generiert.

Wenn Sie als Unternehmer bei Ihrer Hausbank einen Kredit über zwei Millionen Euro für eine neue Produktionshalle oder die Entwicklung einer Innovation beantragen, unterliegen Sie vermutlich einer weit verbreiteten Illusion: Sie glauben, die Bank sammle das Geld braver Sparer ein und reiche es gegen einen Zinsaufschlag an Sie weiter.

Dieses Bild der Bank als reiner Finanzintermediär ist tief im kollektiven Bewusstsein verankert, wird in Schulbüchern gelehrt – und ist schlicht falsch.

Die Realität unseres Geldwesens ist ungleich drastischer: Geschäftsbanken leihen kein Geld aus, das bereits existiert. Sie erschaffen es im Moment der Kreditgewährung per Tastendruck.

Rund 97 Prozent unseres gesamten Geldumlaufs (das digitale Buchgeld) entstehen nicht in den Druckpressen der Europäischen Zentralbank (EZB), sondern durch die Bilanzverlängerungen privater, genossenschaftlicher und öffentlich-rechtlicher Geschäftsbanken. Was von Mainstream-Ökonomen lange als Theorie abgetan wurde, ist seit Jahren wissenschaftlich und empirisch zweifelsfrei belegt:

  • Die empirische Beweisführung: Der Wirtschaftsprofessor Richard A. Werner erbrachte 2014 in einer empirischen Studie direkt in einer deutschen Bank den meilensteinartigen Nachweis. Er dokumentierte den Buchungsvorgang bei einer realen Kreditvergabe: Es wurden weder Reserven umgebucht noch Ersparnisse anderer Kunden angefasst.
  • Die offizielle Bestätigung: Im selben Jahr stellte die Bank of England in ihrem Quarterly Bulletin klargestellt fest, wie Geld entsteht. Kurz darauf zog die Deutsche Bundesbank nach und bestätigte in ihren Monatsberichten: Kredite erzeugen Einlagen – nicht umgekehrt.

Der Buchungsmechanismus: Erzeugung und Vernichtung

Vergibt eine Bank einen Kredit an Ihr Unternehmen, nutzt sie keine bestehenden Guthaben. Sie führt eine Bilanzverlängerung durch:

  1. Aktiva: Die Bank bucht den Kreditvertrag als Forderung gegen Sie in ihre Bilanz ein.
  2. Passiva: Zeitgleich schreibt sie Ihrem Geschäftskonto denselben Betrag als Gutschrift ein.

In diesem Moment ist neues Geld entstanden. Dieses Geld existiert exakt so lange, wie der Kredit läuft. Wenn Sie Ihren Kredit tilgen, passiert das Umgekehrte: Das Geld löscht sich in Höhe der Tilgungsrate wieder aus dem System heraus – Tilgung ist Geldvernichtung.

Was dauerhaft im Wirtschaftskreislauf verbleibt und der Bank als Ertrag zufällt, sind die von Ihnen gezahlten Zinsen. Das Bankensystem lebt von der Marge zwischen den Kosten der Eigenkapitalunterlegung beziehungsweise Zentralbankrefinanzierung und den Erträgen aus den erzeugten Zinsforderungen.

Die rechtlichen und ökonomischen Schranken der Geldschöpfung

Dass Geschäftsbanken Geld aus dem Nichts erschaffen können, bedeutet nicht, dass sie dies grenzenlos und nach Belieben tun dürfen. Der Geldschöpfungsspielraum im Euroraum unterliegt strengen regulatorischen und ökonomischen Schranken:

  • Eigenkapitalanforderungen (Basel III / CRR): Dies ist die härteste Obergrenze. Banken müssen jeden vergebenen Kredit mit einem bestimmten Prozentsatz an risikogewichtetem Eigenkapital als Puffer hinterlegen. Ist das Eigenkapital der Bank aufgebraucht, stößt die Geldschöpfung an eine eiserne Wand.
  • Mindestreservepflicht: Geschäftsbanken müssen derzeit 1 Prozent ihrer Kundeneinlagen als Pflichtguthaben bei der Zentralbank hinterlegen.
  • Liquiditätsvorschriften (LCR & NSFR): Über die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) verlangt die Bankenaufsicht (BaFin/EZB), dass Banken ausreichend hochliquide Vermögenswerte für Krisenphasen vorhalten.
  • Leitzinspolitik: Die EZB steuert die Kosten, zu denen sich Geschäftsbanken Zentralbankgeld beschaffen oder Überschussliquidität parken können.

Die Einzelbank-Perspektive: Das verdeckte Liquiditätsrisiko

Hier müssen wir mit einem häufigen Missverständnis aufräumen: Zwar erschafft das Bankensystem als Ganzes Geld aus dem Nichts, eine einzelne Bank kann dies jedoch nicht unbegrenzt tun.

Sobald Sie als Kreditnehmer das frisch geschaffene Geld nutzen, um Rechnungen bei Lieferanten zu begleichen, deren Konten bei anderen Banken liegen, wandert das Geld ab. Die kreditgewährende Bank muss diesen Abfluss gegenüber der Empfängerbank in Zentralbankgeld (Reserven) ausgleichen. Eine Einzelbank benötigt für jede Kreditvergabe also mittelfristig ausreichend Liquidität und Refinanzierungsmöglichkeiten auf dem Interbankenmarkt oder bei der Zentralbank. Tut sie das nicht, droht ihr der Liquiditätskollaps.

Das Nadelöhr unseres Systems ist daher nicht die grundsätzliche Fähigkeit zur Geldschöpfung. Das fundamentale Problem ist: Wohin lenken die Banken dieses neu geschaffene Geld?

Das Fehlallokations-Dilemma: Eine spieltheoretische Analyse

Wenn Sie sich fragen, warum der produktive Mittelstand – das Rückgrat unserer Wirtschaft – regelmäßig um Kredite kämpfen muss, während Milliarden in den Immobilienmarkt gepumpt werden, müssen wir die Entscheidungssituation der Banken spieltheoretisch betrachten.

Banken handeln innerhalb des bestehenden Regulierungsrahmens als strenge Nutzenmaximierer. Vergleichen wir die Entscheidung eines Bankvorstands, wenn er 100 Millionen Euro an neuem Kreditvolumen vergeben kann:

KriteriumHypothekarkredit (Bestandsimmobilie)Unternehmenskredit (KMU / Innovation)
SicherheitErstrangige Grundschuld (physischer Sachwert)Cashflow-Prognosen, Maschinen, Software, Intellektuelles Eigentum
Risikogewichtung (Basel III)Sehr niedrig (~20–35 %)Hoch (~75–100 % und höher)
EigenkapitalbedarfMinimalEtwa 3-mal so hoch wie bei Immobilien
PrüfungsaufwandStandardisiert, weitgehend automatisiertKomplex, aufwendige Bilanzanalyse, Branchenrisiken, Unternehmerbeurteilung
Prozesskosten pro Euro KreditExtrem niedrigSehr hoch

Das Nash-Gleichgewicht der Spekulation

Aus Sicht des einzelnen Bankmanagers ergibt sich eine eindeutige mathematische Dominanz:

Ein Immobilienkredit bindet wegen der Sachwertsicherung kaum teures Eigenkapital. Die Bearbeitung ist billig und hochstandardisiert. Ein Unternehmenskredit hingegen frisst dreimal so viel Eigenkapital und verursacht immense Personalkosten bei der Risikoanalyse.

Dieses individuell rationale Verhalten führt volkswirtschaftlich in eine Katastrophe – ein systemisches Fehlallokations-Gleichgewicht:

  1. Der Großteil des frisch geschaffenen Geldes strömt in den Markt für Bestandsimmobilien und Grundstücke.
  2. Da Grund und Boden unvermehrbar sind, führt dieser Geldzustrom nicht zu mehr gesellschaftlicher Produktivität, sondern rein zu künstlich aufgeblähten Preisen (Asset-Price-Inflation).
  3. Die produktive Realwirtschaft – Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen, Produkte entwickeln und den Wohlstand sichern – wird systematisch ausgetrocknet.

Die Lösung: So lenken wir das Kapital in die Unternehmen – ohne Subventionsphantasien

Wie brechen wir dieses fehlerhafte Anreizsystem auf? Der typische Reflex der Politik besteht im Rufen nach staatlichen Subventionen, Sondervermögen oder Steuergeschenken. Doch Subventionen verzerren die Märkte, züchten Bürokratie und erzeugen massive Mitnahmeeffekte.

Wir brauchen keine Almosen vom Staat. Wir müssen die Spielregeln des Bankensystems selbst so verändern, dass die Finanzierung von Unternehmen für Kreditinstitute aus reinem Eigeninteresse attraktiver wird als die Spekulation mit Bestandsimmobilien.

1. Das Regionalbanken-Modell reaktivieren: Das Prinzip Volksbanken und Raiffeisenbanken

Großbanken und internationale Finanzkonzerne sind strukturell ungeeignet für die Mittelstandsfinanzierung. Für einen anonymen Konzern in Frankfurt oder London sind die Fixkosten zur Überprüfung eines mittelständischen Maschinenbauers in der Provinz im Verhältnis zum Ertrag viel zu hoch.

Die Lösung liegt in der gezielten Stärkung dezentraler Beziehungsbanken – allen voran dem deutschen Modell der Volksbanken und Raiffeisenbanken:

  • Der Informationsvorteil vor Ort: Ein Vorstandsmitglied oder Firmenkundenberater einer regionalen Genossenschaftsbank kennt die Akteure, die lokale Industrie und die regionale Reputation des Unternehmers persönlich (Relationship Banking).
  • Bessere Risikoeinschätzung: Durch diese Nähe sinkt die Informationsasymmetrie drastisch. Das reale Ausfallrisiko kann vor Ort weitaus treffsicherer bewertet werden als durch starre, anonyme Scoring-Algorithmen einer Großbankzentrale.
  • Entlastung von Bürokratie-Exzessen: Die Bankenregulierung muss proportional gestaltet werden. Kleine Regionalbanken, die echtes Mittelstandsgeschäft betreiben, dürfen nicht mit denselben bürokratischen Berichtspflichten überzogen werden wie hochspekulative Investmentbanken.

2. Die KfW-Sonderkonstruktion: 80- bis 90-prozentige Haftungsfreistellung nutzen

Um das Eigenkapitalproblem der Hausbanken bei Unternehmenskrediten gezielt zu hebeln, muss die Zusammenarbeit mit Förderbanken wie der KfW neu aufgestellt werden.

  • Systematische Teilfinanzierung mit Haftungsfreistellung: Unternehmenskredite sollten standardmäßig über eine KfW-Teilfinanzierung strukturiert werden, bei der die KfW für ihren Tranchen-Anteil eine Haftungsfreistellung von 80 bis 90 Prozent übernimmt.
  • Der Eigenkapital-Effekt: Durch diese staatlich gegenseitige Ausfallabdeckung sinkt das verbleibende Risiko in den Büchern der Hausbank drastisch. In der Folge sinkt die risikogewichtete Eigenkapitalhinterlegung für die Bank schlagartig auf ein Niveau, das absolut konkurrenzfähig mit einem abgesicherten Immobilienkredit ist.

3. Attraktive Vermittlungsprovisionen: Warum Unternehmen diesen Preis gerne zahlen

Damit die Hausbanken Förderkredite nicht als lästigen Bürokratieaufwand abtun, muss die Incentivierung der Vermittler stimmen:

  • Höhere Marge für die Vermittlung: Die KfW sollte den vermittelnden Hausbanken für die Aufbereitung und Betreuung von Förderkrediten eine signifikant attraktivere Bearbeitungs- und Vermittlungsprovision einräumen.
  • Kreditermöglichung als echter Gegenwert: Diese Marge kann und soll eingepreist werden – letztlich gezahlt durch das kreditnehmende Unternehmen.
  • Warum Unternehmer das akzeptieren: Kein vernünftiger Unternehmer scheitert an einem marginal höheren Bearbeitungsentgelt oder einem Viertelprozentpunkt Strukturierungsgebühr. Der Engpass des Unternehmers ist nicht der Preis des Kredits, sondern die Zusage überhaupt. Wenn eine höhere Provision für die Bank den Ausschlag gibt, den Kredit zu prüfen und durchzuleiten, ist dies für das Unternehmen eine extrem rentable Investition in die eigene Handlungsfähigkeit.

4. Sektorale Regulierung & Ausbau des KMU-Unterstützungsfaktors

Wenn Spekulationen auf dem Immobilienmarkt für Banken derzeit unberechtigt attraktiv sind, müssen die Regulierer die Daumenschrauben ansetzen:

  • Sektorale Eigenkapitalpuffer: Aufsichtsbehörden können die Eigenkapitalanforderungen für die Finanzierung von Bestandsimmobilien gezielt anheben. Wird der Hypothekarkredit für die Bank durch höhere Eigenkapitalkosten unrentabler, sucht das Kapital automatisch nach alternativen Renditen in der Wirtschaft.
  • SME Supporting Factor erweitern: Der im europäischen Bankenrecht verankerte KMU-Unterstützungsfaktor (SME Supporting Factor) reduziert die Eigenkapitalhinterlegung für Unternehmenskredite. Dieser Faktor muss ausgeweitet werden, um Kredite an produzierende Betriebe und kleine Unternehmen regulativ zu bevorzugen.

5. Geldpolitische Steuerung: Das Refinanzierungs-Tool als Zentralbank-Blaupause

Auf Ebene der Europäischen Zentralbank existiert ein bewährtes Werkzeug zur gezielten Steuerung von Kreditströmen: die gezielten langfristigen Refinanzierungsgeschäfte.

  • Das Prinzip: Die Zentralbank gewährt Geschäftsbanken Zugang zu besonders günstigen Zentralbank-Reserven – allerdings an eine harte Bedingung geknüpft: Die Bank muss nachweisen, dass ihr Kreditvolumen an reale mittelständische Unternehmen wächst.
  • Fließt das Geld stattdessen in den Immobilienmarkt, greift der Zinsvorteil nicht. Dieses Instrument dient als erprobte geldpolitische Blaupause, um den Transmissionsriemen der Geldpolitik wieder auf die Realwirtschaft auszurichten.

6. Digitalisierung der Bonitätsprüfung zur Fixkostensenkung

Ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung bei kleineren Unternehmenskrediten (z. B. 100.000 bis 500.000 Euro) sind die manuellen Prozesskosten.

Durch verpflichtende, standardisierte digitale Schnittstellen für Bilanzen, Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) und Steuerdaten können Kreditprüfungsprozesse bei Mittelständlern drastisch beschleunigt werden. Wenn die Prüfkosten der Volksbank vor Ort um 70 Prozent sinken, wird auch die Finanzierung einer einzelnen neuen Werkzeugmaschine wieder zu einem hochattraktiven Geschäft.

Fazit: Capital follows Rules – Zeit für den Paradigmenwechsel

Wir müssen aufhören, das Bankensystem als unbeeinflussbaren Naturzustand zu begreifen, dessen Fehlentscheidungen der Staat im Nachgang mit Steuermitteln reparieren muss. Geldschöpfung ist ein Privileg, das die Gemeinschaft dem Bankensektor erteilt hat – und dieses Privileg muss der Wertschöpfung der gesamten Gesellschaft dienen.

Die derzeitige Regulierungsarchitektur hat ein System geschaffen, das Banken dafür belohnt, Geld in die künstliche Aufblähung von Immobilienpreisen zu lenken, und sie dafür bestraft, unternehmerische Risiken einzugehen.

  1. Gezielte Entlastung: Drastische Senkung der Eigenkapitalhürden für Unternehmenskredite durch KfW-Haftungsfreistellungen und regulatorische Boni.
  2. Anreize schaffen: Attraktive Vermittlungsprovisionen für Hausbanken, die den Mehraufwand der Unternehmensfinanzierung belohnen.
  3. Regionalität stärken: Gezielte Deregulierung für dezentrale Beziehungsbanken wie Volksbanken und Raiffeisenbanken.
  4. Fehlallokation verteuern: Höhere Eigenkapitalpuffer für reine Immobilienspekulationen.

Wenn wir die Spielregeln so verändern, dass die Finanzierung eines engagierten Mittelständlers für die Bank vor Ort ertragreicher und risikoärmer ist als die Finanzierung des zehnten Rendite-Mietshauses, wird das Kapital von ganz alleine fließen. Dann wird aus frisch geschöpftem Geld endlich wieder das, was es sein sollte: der Treibstoff für Innovation, Arbeitsplätze und echten gesellschaftlichen Wohlstand.

FAQ

Häufige Fragen

Glossar

Giralgeldschöpfung
Die Giralgeldschöpfung ist der Prozess, bei dem private Geschäftsbanken neues Geld in Form von Kontoguthaben (Giralgeld) erschaffen. Dies geschieht durch die Vergabe eines Kredits, indem die Bank eine Forderung in ihre Bilanz einbucht und dem Kunden den Betrag auf seinem Konto gutschreibt.
Bilanzverlängerung
Eine Bilanzverlängerung bezeichnet den Vorgang, bei dem die Bilanzsumme einer Bank durch einen Geschäftsvorfall steigt. Bei der Kreditvergabe erhöht sich auf der Aktivseite die Forderung der Bank und auf der Passivseite die Einlage des Kunden, wodurch sich die Bilanz verlängert und neues Geld entsteht.
Asset-Price-Inflation
Die Asset-Price-Inflation (Vermögenspreisinflation) beschreibt den Preisanstieg von Vermögenswerten wie Immobilien, Grundstücken oder Aktien, ohne dass deren realer Wert steigt. Sie entsteht oft, wenn neu geschaffenes Geld vorwiegend in diese Märkte fließt, anstatt in die produktive Realwirtschaft.
Eigenkapitalanforderungen (Basel III)
Basel III ist ein internationales Regelwerk, das Banken vorschreibt, für ihre Geschäfte eine Mindestmenge an Eigenkapital als Sicherheitspuffer vorzuhalten. Die Höhe des erforderlichen Eigenkapitals richtet sich nach dem Risiko des jeweiligen Geschäfts, zum Beispiel eines Kredits.
Haftungsfreistellung
Bei einer Haftungsfreistellung übernimmt ein Dritter, zum Beispiel die Förderbank KfW, einen Teil des Ausfallrisikos eines Kredits von der finanzierenden Hausbank. Dadurch muss die Hausbank deutlich weniger risikobehaftetes Eigenkapital für diesen Kredit binden.
SME Supporting Factor
Der SME Supporting Factor (KMU-Unterstützungsfaktor) ist eine regulatorische Erleichterung in der EU. Er erlaubt es Banken, die Eigenkapitalanforderungen für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) um einen bestimmten Faktor zu reduzieren, um diese Art der Finanzierung attraktiver zu machen.

Weiterführendes

Zusammengestellt mit KI-Unterstützung, redaktionell geprüft.

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  • Bin ich bereit, meiner Hausbank eine höhere Provision für die Strukturierung eines KfW-Kredits anzubieten?

    Ich muss für mich entscheiden, ob die höhere Wahrscheinlichkeit einer Kreditzusage den Aufpreis wert ist, um die Finanzierung meines Vorhabens zu sichern.

  • Kenne ich den zuständigen Firmenkundenbetreuer meiner lokalen Genossenschaftsbank oder Sparkasse persönlich?

    Ich muss prüfen, ob ich den Informationsvorteil einer Regionalbank aktiv nutze, indem ich eine persönliche Beziehung aufbaue, die über reine Algorithmen hinausgeht.

  • Habe ich meinen Kapitalbedarf so aufgeteilt, dass ich einen Teil über eine KfW-Haftungsfreistellung beantragen kann?

    Ich muss meine Finanzierungsanfrage so strukturieren, dass sie für die Hausbank durch die Kombination mit einem Förderkredit möglichst eigenkapitalschonend und damit attraktiver wird.

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